Die FDP will Mobilität in Hamm neu denken: Von Shuttles bis zu Shared Spaces sollen neue Konzepte erstellt und mit den Bürgern diskutiert werden. Einen entsprechenden Antrag stellt die FDP-Ratsgruppe zur nächsten Ratssitzung.

„Wir machen Schluss mit Einzeldebatten und bloß punktuellen Maßnahmen. Stattdessen setzen wir auf nachhaltige, ganzheitliche Konzepte“, erklärt FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Deshalb beantragen wir, dass die Verwaltung das ,Zukunftskonzept Mobilität‘ entwickelt und ständig fortschreibt. Darin soll es darum gehen, was möglich ist, damit Verkehr in Hamm digitaler und moderner wird.“

On-demand-Shuttles etwa könnten kleinteilige, gemeinschaftsorientierte Angebote sein – flexibel wie Sammeltaxis, aber häufiger unterwegs: eine Verbindung der Vorteile von Individualverkehr und ÖPNV. Gebucht werden könnten sie digital per App.

Das Konzept von Shared Spaces bedeutet, dass Bürger gemeinsam überlegen, wie Straßen, Wege und Plätze gestaltet werden. Wieviel Platz brauchen künftig Autofahrer, wieviel Platz benötigen Radfahrer und Fußgänger? Wieviel Parkraum brauchen wir? Welche Bedürfnisse haben unterschiedliche Generationen? „Denn wie sich die Menschen fortbewegen wollen, entscheiden sie selbst. Deswegen müssen sie in Gestaltungsprozesse eingebunden werden“, sagt Müller.

Laut der FDP ist dies auch die richtige Weise, um auf Klimafragen zu reagieren. „Wir wollen gemeinsam mit den Menschen schauen, was machbar ist“, so der FDP-Gruppensprecher.