Das sieht nach kurzfristiger politischer Amnesie aus: Die Wahl-Forderungen der Bockum-Höveler SPD lesen sich so, als käme sie geradewegs aus der Opposition. Das Gegenteil ist aber der Fall, so FDP-Bezirksvertreterin Stefani Müller-Veit. „Die SPD hat sechseinhalb Jahre lang mitregiert, tut jetzt aber so, als habe die CDU-SPD-Koalition nie was für Bockum-Hövel getan. Die SPD hätte es doch jederzeit besser machen können!“ Damit stelle sich die SPD ein Armutszeugnis für ihre eigene Politik aus.

FDP-OB-Kandidat Ingo Müller kritisiert vor allem, dass die SPD nach wie vor mit den Hoffnungen und Sorgen der Bürger in Bezug auf das St.-Josefs-Krankenhaus spielt. „Das Krankenhaus ist Geschichte. Die Franziskaner haben ihre Pläne auf den Tisch gelegt“, so Müller. Jetzt müsse die Politik in Bockum-Hövel nach vorne blicken und gute Lösungen für den Bezirk entwickeln. „Stattdessen agiert die SPD völlig konfus. Im Rat hat sie einen Antrag der Linken zum Erhalt von ,St. Jupp’ abgelehnt.“

Müller-Veit zeigt auf, dass die SPD-Vorschläge für Bockum-Hövel ebenfalls völlig konfus sind. „Der Vorschlag mit dem Treppenbau an der ehemaligen Pieperstraßenbrücke ist ein einziger Treppenwitz. Diese Treppe würde teurer, als die Pieperstraßenbrücke mit Fördergeldern wieder aufzubauen.“

Auch die Pläne für einen Bürgersaal seien unausgereift. „Den Alten Markt zuzubauen ist völlig unsinnig, denn die Parkplätze werden gebraucht.“

Dabei liege ein machbarer Vorschlag für ein Vereins-Haus vor. „Dafür wird mit der Herz-Jesu-Kirche eine Bestandsimmobilie frei.“

Auch der Außenbahn für das Sportaquarium erteilt Müller-Veit eine klare Absage. „Es ist überhaupt nicht klar, wie das finanziert werden könnte. Dazu liegt kein Vorschlag auf dem Tisch.“