Die FDP kritisiert den Umgang der SPD Bockum-Hövel mit den Bürgern in der Sache der Fußgängerbrücke Pieperstraße. Die Bezirksvertreterin Stefani Müller-Veit sagt: „Erst war die Brücke eine ,wichtige Wegeverbindung‘. Noch im März haben Herr Schwienhorst und Herr Chatha die Brücke in einer Anfrage als sehr wichtige Fußverbindung zum Bahnhof bezeichnet. Plötzlich scheint die Lage, vor allem für die SPD anders auszusehen. In der letzten Bezirksvertretersitzung hielt die SPD fest, dass ,nur 6 Schulkinder‘ diese Brücke nutzten. Eine erstaunliche Zahl, die die Genossen da nannten, denn offizielle Zählungen gab es in der Vergangenheit nicht.“

Die Argumentation von Herrn Chatha stimme vorne und hinten nicht. „Er schließt aus einem fehlenden Aufschrei der Bürger, dass die Brücke nicht benötigt wird. Dabei hatte die Koalition sich vorher von mehreren BV-Sitzungen für eine neue Brücke einsetzen wollen. Darauf haben sich die Bürger verlassen“, so Müller-Veit. Nun sage die SPD Nein zu einem Neubau, ohne eine Ahnung zu haben, wie hoch die Kosten für eine neue Brücke tatsächlich sein werden. „So darf man mit Bürgern nicht umgehen“, ärgert sich Stefani Müller-Veit.

Ärgerlich sei, dass die SPD von Bürgernähe spreche, Bürgerwünsche aber ignoriere. „Herr Chatha hat in einer Sitzung erwähnt, die FDP sei die Partei der Wirtschaft, die SPD dagegen sei die Partei der Bürger. Aber wo ist seine SPD, wenn Bockum-Höveler Bürger, darauf aufmerksam machen, dass ihnen eine Brückenverbindung wichtig ist? Senioren und Schulkinder gehören für ihn anscheinend nicht zu den Bürgern!“

An die Bürger appelliert Müller-Veit: „Wenn Ihnen die Brücke wichtig ist: Machen Sie das deutlich! Verschaffen Sie sich Gehör mit Leserbriefen, mailen Sie an Politiker, sammeln Sie Unterschriften. Hoffentlich wird einigen Politikern dann klar, wie die Bürgerwünsche aussehen.”