Endlich hat eine Vertreterin der Stadt Hamm Klartext gesprochen: Neue Parkplätze für die Lippeaue wird es nicht geben. Kein Wunder: Es wäre auch gar kein Platz vorhanden, so FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. Bloß passt das nicht zu den Erwartungen der Stadt, auch Gäste aus dem Umland nach Hamm zu locken. Wo sollten die auch parken?

Die FDP-Gruppe kritisiert die Planungen der Stadt scharf. „Die Verantwortlichen haben sich von Anfang an darum herumgedrückt, die Wahrheit zu sagen: nämlich dass man gar keine neuen Parkplätze schaffen will“, sagt Müller.

Die Aussage der zuständigen Verwaltungsmitarbeiterin spreche Bände: „Man erwartet, dass alle Bürger mit Rad und Bus kommen. Das ist aber völlig an der Lebensrealität vorbei, denn einen Familienausflug mit Kinderwagen, Rollator und Picknickkorb im Gepäck unternehmen die meisten wohl lieber mit dem Auto.“

Vollends sinnfrei sei die Erwartung, dass Gäste von außerhalb auf das Auto verzichten. „Wer aus den umliegenden Orten nach Hamm kommt, kommt in aller Regel mit dem Auto“, so Müller.

Für die FDP geht die jetzige Planung voll an der Realität vorbei. „Es war einmal die Idee, das Potenzial des Wassers zu nutzen, um die Innenstadt voranzubringen“, sagt Müller. „Jetzt ist klar: Es gab von Anfang an nicht die Absicht, eine Lösung zu finden, damit die Menschen die Münsterstraße und die Adenauerallee sicher und bequem überqueren können.“