Brigitte Rohde zum geplanten Abriss des Hochhauses an der Münsterstraße/Heessener Straße

Gut gemeint ist leider nicht gut gemacht: Brigitte Rohde, FDP-Bezirksvertreterin in Heessen, kritisiert das Vorpreschen der Stadtentwicklungsgesellschaft in Bezug auf das Hochhaus an der Münsterstraße/Ecke Heessener Straße. „Dem Abriss an sich können wir zustimmen“, sagt Rohde. „Aber das kann nur ein erster Schritt sein. Wir wissen überhaupt nicht, was an der Stelle passieren soll. Ich fordere CDU und SPD daher auf, dafür zu sorgen, dass ein belastbarer Plan für diesen Bereich vorgelegt wird.“

Rohde wirft Schwarz-Rot unüberlegtes Handeln vor. „Ich lese etwas von Bürgerbeteiligung und frage mich: Wann, in welchem Rahmen, wer bezahlt das?“ so Rohde. „Uns allen ist doch klar: Für große Bürgerwünsche wird kein Geld da sein, da die vorhandenen Mittel der Stadtentwicklungsgesellschaft mit den bereits bekannt gegebenen Ankäufen weitgehend ausgeschöpft sein dürften. Die investiven Mittel im Haushalt sind gedeckelt. Woher kommt also das Geld für eine Entwicklung dieses Bereichs?“

Wenn aus der Stadtentwicklungsgesellschaft doch noch mehr werden solle als eine Verwertungsgesellschaft für Schrottimmobilien, dann müsse sie jetzt ihrer Aufgabe nachkommen und Konzepte auf den Tisch legen. Hier sei der Geschäftsführer, Martin Zerle, in der Pflicht, so Rohde. „Wir erwarten eindeutige Aussagen. Die Stadtentwicklungsgesellschaft ist jetzt zum ersten Mal wirklich in der Pflicht. Davon, wie die Verantwortlichen jetzt reagieren, wird abhängen, ob die Bürger sie in Zukunft überhaupt ernst nehmen können.“ Klar sei: „Bekundungen guter Absichten reichen hier nicht aus.“

Skeptisch steht die FDP den Plänen für eine erneute Wohnbebauung gegenüber. „Die Kreuzung Münsterstraße/Heessener Straße/Bockumer Weg ist eine der meistbefahrendsten in der ganzen Stadt, also definitiv keine attraktive Wohnlage. Wer würde in diesem Bereich investieren, und wer würde dort gerne wohnen wollen? Ich fordere die Verantwortlichen der Stadtentwicklungsgesellschaft auf, endlich konkrete Antworten darauf zu geben.“