Das Statistische Landesamt belegt es Schwarz auf Weiß: Hamm steht, was die Grundsteuer betrifft, im Vergleich der Städte nicht mehr so günstig da wie noch vor einigen Jahren. In der Rangliste der teuersten Grundsteuer-Sätze steht es auf Platz 51 von 396. „Es ist schon interessant“, kommentiert FDP-Gruppensprecher Ingo Müller. „Eine rot dominierte Koalition in Hamm schreibt sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen, belastet aber die Bürger deutlich härter als die Vorgängerkoalitionen.“

Die Grundsteuer-Erhöhung geht besonders zu Lasten der Mittelschicht: der Bürger, die sich ein Häuschen gebaut haben, ebenso wie derjenigen, die nun von ihrem Einkommen erhöhte Mieteinnahmen finanzieren müssen. „Die schwarz-rote Grundsteuer-Erhöhung trifft genau die Menschen, die ohnehin den Großteil der sozialen Lasten schultern“, so Müller. „Die Erhöhung ist daher zutiefst unsozial und hätte nach dem Willen der FDP nie kommen dürfen.“

Da die Koalition die Grundsteuer-Erhöhung aber um jeden Preis in Kraft lassen will, fordert die FDP, die damit eingenommenen 5 Millionen Euro im Jahr wenigstens gezielt in eine Verbesserung von Freizeitmöglichkeiten nahe der Innenstadt zu stecken und zugleich für ein attraktives Umfeld für Investitionen zu sorgen. „Wenn das Geld schon erhoben wird, dann muss es zum Nutzen der Bürger eingesetzt werden, um die Faktoren Freizeit und wirtschaftliche Entwicklung in Hamm zu stärken. Nach jetzigem Stand ist es nichts weiter als Spielgeld, mit dem sich die Koalition als Stadtentwickler ausprobiert – ohne dass ein zählbarer Nutzen dabei herauskommt.“