Lottostellen fürchten derzeit um ihre Zukunft. Denn während sie strengen Auflagen unterliegen, etablieren sich immer mehr Glücksspielunternehmen mit Sitz im Ausland, die keine Kontrollen fürchten müssen. Darüber informierte sich der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Uli Reuter jetzt bei einem Besuch bei Lotto Haase in Bockum-Hövel. Im Gespräch mit Inhaber Christian Haase und Heike Juckenack vom Vorstand Lotto-und Toto – Verband der Annahmestelleninhaber in NRW e.V. erfuhr er, wie die kleinen Kioske Wettbewerbsnachteile hinnehmen müssen. Auch die Bockum-Höveler FDP-Bezirksvertreterin Stefani Müller-Veit informierte sich über die Sorgen der Betreiber.

„Für Kioskbetreiber sind ihre Lottostellen eine wesentliche Einnahmequelle“, so Uli Reuter. „Durch staatliche Regulierung werden die Betreiber offizieller Lottostellen aber systematisch benachteiligt.“

So müssten die Betreiber hohe Inbetriebnahmegebühren zahlen – auch dann, wenn sie nur den Standort wechseln. Außerdem ist die Provision, die die Betreiber erhalten, seit 1997 bei 6,55 Prozent gedeckelt. Zugleich sinken die Umsätze, sodass die Betreiber insgesamt immer weniger verdienen. Gleichzeitig siedeln sich immer mehr Konkurrenten an, die ihren Sitz etwa in Malta haben und in deutschen Städten nur Niederlassungen betreiben. Sie unterliegen nicht den strengen Kontrollen durch die staatliche Aufsicht.

„Die Lottoannahmestellen sind wichtige Anlaufstellen für die Menschen“, unterstrich Reuter. Er versprach, das Anliegen Haases mit nach Düsseldorf zu nehmen.