Die Stadtverwaltung wertet den Schutz von Gräsern höher als die Sicherheit von Menschen im Straßenverkehr: So versteht Udo Reins, FDP-Bezirksvertreter in Rhynern, die Reaktion der Verwaltung auf Anwohnerbeschwerden im Bereich der Von-Thünen-Straße in Westtünnen.

Die Anwohner klagen über Sicherheitsprobleme im Bereich der Einmündung zur Delpstraße, die verschärft werden, weil der Bewuchs im Bereich der Kurve nicht gemäht wird. Die Kurve, so Anwohner, wird regelmäßig von Autofahrern „geschnitten“; wer ihnen entgegen kommt, kann die Gefahr nicht erkennen, weil ihm der Wildwuchs die Sicht nimmt. So wird ein weiteres Problem an dieser Stelle verstärkt: Viele Autofahrer auf der Von-Thünen-Straße halten sich nicht an das vorgegebene Tempo 30.

„Die Verwaltung lobt den Artenschutz von Gräsern und Unkraut, während die Anwohner um die Verkehrssicherheit besorgt sind“, so Reins. „So geht es nicht. Selbstverständlich ist die Stadt für die Verkehrssicherheit an den städtischen Straßen und Wegen verantwortlich.“

In Wirklichkeit, so Reins, gehe es um etwas anderes: „Die Verwaltung kommt mit dem Grünschnitt nicht nach. Wild wachsendes Gras, das zur Gefahr im Straßenverkehr werden kann, sieht man inzwischen überall in der Stadt. Statt zuzugeben, dass sie ihren Aufgaben nicht nachkommt, schiebt die Verwaltung den Umweltschutz vor. Ich erwarte allerdings, dass die Verwaltung die Anliegen der Bürger ernst nimmt.“